Als großer Nudelfan ist Pasta all’arrabbiata eines meiner am häufigsten zubereiteten Gerichte, die ich aber jedes Mal ein wenig variiere. Ich bin generell ein Freund von großzügerem Gewürzeinsatz, jedoch solltet ihr bei einigen Zutaten vorsichtig sein, dass ihr das Essen damit nicht überwürzt. Bei diesem Rezept betrifft das meiner Meinung nach insbesondere die Zitronentropfen, die Maggi-Würze und die Gemüsebouillon.

Zutaten:

  • 500 g Nudeln (Sorte beliebig, ich bevorzuge Hartweizengrießnudeln, deren Oberflächenstruktur die Nudeln viel Sauce aufnehmen lässt, z.B. Fusilli)
  • 500 g passierte Tomaten
  • 400 g gehackte Tomaten (Dose)
  • 100 g Tomatenmark (halbe Tube)
  • Olivenöl
  • 1 mittelgroße Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 TL Gemüsebouillon
  • 0,2 cl Southern Comfort
  • 1 Spritzer Maggi-Würze
  • Majoran
  • Oregano
  • Pfeffer
  • 2 Lorbeerblätter
  • Chili
  • 1/3 bis 1/2 Packung italienische Kräuter (tiefkühl)
  • 2-3 Tropfen Zitronen- oder Limettensaft

Optional:

  • Zimt und Thymian (wenn, dann beides, aber von beidem nur ganz bisschen)

Die Nudeln könnt ihr nebenher kochen. Wenn ihr den Wasserkocher oder den Herd einschaltet, um das Wasser zu erhitzen und parallel beginnt, nach diesem Rezept die Sauce zuzubereiten, wird am Ende beides in etwa gleichzeitig fertig sein.

  1. Zwiebeln schälen
  2. Olivenöl in Saucentopf erhitzen, parallel dazu Zwiebeln schneiden
  3. Zwiebeln ins Olivenöl geben und verteilen, Knoblauch schälen
  4. Zwiebeln umrühren, damit sie nicht anbrennen, Knoblauch mit der Knoblauchpresse hinzugeben, alternativ Knoblauch klein hacken und dann zugeben
  5. Wenn die Zwiebeln glasig sind, Einen Schuss Southern Comfort hinzugeben.
  6. Wenn alles verdampft ist, Chili kurz mit anbraten, passierte Tomaten, gehackte Tomaten, Gemüsebouillon und Lorbeerblätter hinzugeben und alles gut verrühren. Mit 2-3 Tropfen Zitronen- oder Limettensaft ansäuern. Ich nehme dafür meistens einfach diese Plastikzitronen.
  7. Italienische Kräuter und Tomatenmark als nächstes hinzugeben, damit diese noch länger als der Rest mit erwärmt werden können. Am Schluss dauert sonst die Sauce bloß unnötig länger. Eine halbe Tube Tomatenmark sollte eigentlich immer ran, aber wenn euch die Soße nicht dick genug ist, gerne noch etwas mehr davon an die Soße packen bis es für euch passt.
  8. Zum Schluss die restlichen Zutaten hinzugeben. Beim Majoran und Oregano braucht ihr nicht zu sparen, ich nehme da immer in etwa von beidem gleich viel und die Oberfläche im Topf ist dann meistens auch einigermaßen damit bedeckt. Natürlich nicht lückenlos, aber es kommt schon einiges dran. Pfeffer nach Belieben und Zimt und Thymian, wenn ihr habt und wollt, aber wirklich nicht zu viel. Zimt schütte zweimal kräftig durch die Öffnung mit den feinen Löchern, bei Thymian bin ich besonders vorsichtig, weil sich der Geschmack meines Erachtens nur gut zum Zimt ergänzt, aber der Eigengeschmack des Thymians nicht wirklich zu einer Arrabiata passt. Am Ende nicht den Spritzer Maggi-Würze vergessen und dann alles noch einmal gut verrühren.
  9. Arrabiata zusammen mit den Nudeln auf den Tisch stellen und essen – wer möchte, kann sich dann noch Parmesan über den Teller streuen

Wenn ihr wollt, könnt ihr auch ein bisschen vom Rezept abweichen. Ihr könnt z.B. am Anfang noch Paprika in die Soße schnippeln. Wenn ihr den Chili ganz weglassen würdet, hättet ihr eine Napolisauce. Da würde ich dann auch Paprika edelsüß dazugeben. Das könntet ihr natürlich auch hier. Paprika edelsüß und Cayennepfeffer mag ich auch ganz gerne an einer Arrabbiata, aber wenn ihr einen anderen Chili verwendet, reicht das meiner Meinung nach als Paprikaaroma aus. Genauso könnt ihr statt Southern Comfort und Zitronensaft auch Wein nehmen oder den Zitronensaft durch Tabasco ersetzen.