Das Dampfdruckdefizit, kurz VPD (vapor pressure deficit) beschreibt die Druckdifferenz, die zwischen dem Dampfdruck der vorherrschenden Luftfeuchtigkeit am Blatt zum Sättigungsdampfdruck bei gleicher Temperatur. Der Sättigungsdampfdruck entspricht dem Dampfdruck bei 100% Luftfeuchtigkeit.

Das Dampfdruckdefizit ist entscheidend dafür, wie gut sich eine Pflanze, die Photosynthese betreibt, entwickeln kann. Bei zu niedrigem Dampfdruckdefizit ist die Luftfeuchtigkeit so hoch, dass die Blätter kein Wasser mehr verdunsten können. Ist das Dampfdruckdefizit zu hoch, ist die Umgebungsluft so trocken, dass die Blätter deutlich weniger Wasser aufnehmen als abgeben könnten. Deshalb schließen sie zum Selbsterhalt ihre Stomata (Spaltöffnungen in den Blättern zur Aufnahme von CO2), damit über diese kein Wasserstoff aus dem Blatt heraus verdunsten kann. In beiden Fällen besteht durch das gestaute Wasser in den Blättern eine große Gefahr für Schimmelbefall.

Optimal sind Werte zwischen 0,8 und 1,2 kPa, schlecht ist alles unter 0,7 und über 3,5 kPa.