Chilisalz hat nicht jeder im Haushalt, aber schaden kann es auf jeden Fall nicht. Es gibt verschiedene Arten von Chilisalz. Man kann das Pulver mit feinem Salz oder grob zerstoßene Chilis mit grobem Salz mischen. Viel mehr ist dazu nicht zu sagen, beides super einfach, aber m.E. auch super langweilig.

Netter sieht es aus, wenn das Salz in derselben Farbe wie der verwendete Chili erscheint. Wie das geht, will ich euch heute erklären. Anders als beim Chiliöl gibt es hierbei keine Gefahren. Von daher wird es diesmal auch ein etwas kürzerer Beitrag als sonst.

Zunächst solltet ihr euch natürlich wie immer im Klaren sein, welchen Chili ihr gerne versalzen wollt. Chilisalz kann überall zum Einsatz kommen, wo ihr es sowohl salzig, als auch scharf haben wollt. Überlegt euch, auf welche Gerichte das bei euch am ehesten zutrifft, bzw. welche davon ihr am häufigsten macht. Daraus könnt ihr dann ableiten, welchen Chili ihr am besten nehmt, weil das Salz verbraucht sich nicht so schnell. Da solltet ihr schon vorab möglichst mit dieser Entscheidung das Optimum rausholen.

Der nächste Schritt ist dann die Wahl des Salzes. Viele schwören auf Himalayasalz oder Salz aus Pakistan. Unterm Strich lässt sich aber sagen, dass alle Salze zu 97-99% aus NaCl bestehen und damit um den Wert des bei uns üblichen Kochsalzes (98%) schwanken. Neben der anderen Färbung sind die Geschmacksnuancen kaum unterscheidbar, sodass die Unterschiede nach unserer Behandlung mit einem schönen aromatischen Chili eigentlich gar nicht mehr vernehmbar sein dürften. Aus Nachhaltigkeitsgründen würde ich daher zu europäischen Salzen greifen und dabei nur nach der Optik gehen. Ich habe zum Beispiel gerne ein grobes, scharfkantiges Salz. Da es die Farbe des Chili annehmen soll, kann es gerne ein weißes sein. Mit diesen Suchkriterien bin ich auf das Saliamo mediterranes Meersalz aus Kroatien gestoßen, das ich auch selbst verwendet habe.

Kommen wir zum eigentlichen Thema. Vorausgesetzt, ihr habt bereits sowohl den Chili, als auch das Salz beisammen, könnt ihr endlich loslegen. Alles, was ihr dazu braucht ist ein Zerkleinerer, Smoothiemaker oder irgendein anderes Gerät, mit dem ihr Chilis pürieren könnt und ein Dörrgerät oder Backofen mit Dörrfunktion.

Auf 100 g Salz könnt ihr 30 bis 50 g frischen Chili rechnen. Für die eingangs genannten Varianten heißt das, auf 100 g Salz kommen 3 bis 5 g getrockneter Chili, da ungefähr 90% des Gewichts beim Trocknen verloren gehen. Ihr könnt die Werte natürlich alle frei nach Gusto nach oben oder nach unten korrigieren. Bei meiner Variante Würde ich aber nicht sehr weit über diesen Wert gehen, da sonst das Salz die Flüssigkeit nicht mehr komplett aufnimmt.

Ihr müsst den Chili nämlich erst pürieren und anschließend auf einer für den Dörrautomaten oder den Backofen vorgesehenen Unterlage die Chilimasse mit dem groben Salz vermengen. Nach Möglichkeit so, dass die komplette Flüssigkeit durch das Salz aufgenommen wurde, bevor ihr mit der Trocknung beginnt. Das entscheidet nämlich am Ende auch über die Farbintensität des Salzes.

Das Salz könnt ihr bei 70°C für 10 Stunden trocknen und dann am besten in durchsichtige Gewürzmühlen füllen.

Ich kann das SILBERTHAL Gewürzmühlenset mit Keramikmahlwerk empfehlen. Sie sind wertig verarbeitet und sind nicht allzu groß, sodass ihr regelmäßig auch anderes Salz nachfüllen könnt. Auch zum Verschenken eignen sie sich gut, da jeder noch einen Platz für diese Mühlen finden kann.