Capsaicin ist der bekannteste Inhaltsstoff von Chilis. Es gehört zur Gruppe der Capsaicinoide, die für das Schärfeempfinden und anderen Reaktionen des Körpers beim Verzehr oder Hautkontakt mit Chilis verantwortlich sind.

Capsaicin hat Anwendungsbereiche in vielen Gebieten. So wird es in der Schmerztherapie, als Dopingmittel im Pferdesport, als auch zur Selbstverteidigung in Form von Pfefferspray eingesetzt.

Der Hitzereiz wirkt nur bei Säugetieren, da sie über den entsprechenden Hitzerezeptor verfügen, an den Capsaicin andocken kann. So schützen sich Chilipflanzen vor Säugetieren, da sie sich mithilfe von Vögeln vermehren und daher von diesen gegessen werden müssen.

Ebenso wie Capsaicin wirken auch Dihydrocapsaicin und Nordihydrocapsaicin, wobei Nordihydrocapsaicin etwas weniger aggressiv ist. Diese sind die drei Hauptvertreter der Capsaicinoide, die in der Natur zu finden sind. Sie bestehen chemisch gesehen aus einer Vanilloidgruppe, die sich an den Rezeptor TRPV1 binden kann, einer Peptidbindung und einer Fettsäure.